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Mikronährstofftherapie/Orthomolekulare Medizin

Die Nahrung unserer Vorfahren war wesentlich von frischen pflanzlichen Produkten gekennzeichnet. Raffinierte Kohlenhydrate kamen kaum vor und es wurde viel weniger tierische Eiweiße und Fett konsumiert, noch dazu war der Anteil an ungesättigten Fettsäuren 3-4 mal so hoch wie der Anteil an gesättigten Fettsäuren. Heute ist es fast umgekehrt.

Die Nahrung war zu früheren Zeiten vitamin- und mineralstoffreicher als heutzutage. Heute stehen uns zwar alle Nahrungsmittel, von denen wir nur träumen können, täglich frei zur Verfügung, aber dafür sind sie teilweise qualitativ eher minderwertig. Dies liegt nicht nur an der häufig anzutreffenden falschen Art der Nahrungszusammensetzung (zu süß, zu fett, zu viele Eiweiße usw.), sondern auch an der Belastung unserer Nahrungsmittel mit Pestiziden, künstlichen Düngern und chemischen Zusatzstoffen usw. Dazu kommt ein oft viel zu geringer Anteil an frischen, nicht denaturierten Lebensmitteln, lange Lagerzeiten und unnatürliche Zubereitungsarten. Dies führt dazu, dass viele Menschen mit Nährstoffen unterversorgt sind.

Diese Unterversorgung hat ihre Ursache aber auch oft in verminderten Aufnahmekapazität des Körpers, beispielsweise bei einer Resorptionsschwäche des Darms aufgrund von Milieustörungen oder Entzündungsprozessen.

Trotz vielfacher Gründe für die Zuführung von zusätzlichen Mikronährstoffen bin ich kein Verfechter davon, sondern verordne sie nur bei extremen Mangelzuständen und immer nur vorübergehend und kurweise. Ich bin der Meinung, dass unsere Ernährungsweise möglichst so weit optimiert werden sollte, dass der Körper sich die Nährstoffe, die er benötigt, selbst aus der Nahrung ziehen kann. Außerdem sollte der Körper selbst in die Lage gebracht werden, Nährstoffe aus der Nahrung auch selbständig aufzunehmen, z.B. durch die Beseitigung von Resorptionsschwächen.

Es gibt allerdings auch Lebenssituationen, in denen ein erhöhter Bedarf an Nährstoffen besteht:
  • bei der Einnahme von Medikamenten oder hormonellen Kontrazeptiva
  • bei extremer sportlicher Betätigung
  • bei Alkoholkonsum, Rauchen und starkem Kaffeekonsum
  • bei toxische Belastungen, z.B. durch Umweltgifte
  • bei körperlichen Erkrankungen oder vor/nach einer Operation
  • bei erhöhtem psychischen und emotionalen Stress
  • bei Resorptionsproblemen
  • in der Schwangerschaft und Stillzeit
  • im Wachstum während der Kindheit und Jugend
  • im Alter
Dies sind einige Gründe weshalb es manchmal sinnvoll sein kann, sich Mikronährstoffe zusätzlich zuzuführen. In meiner Praxis veranlasse ich in bestimmten Risikosituationen gerne die Untersuchung von verschiedenen Mikronährstoffen über das Blut vor einer eventuellen Substitution von Vitaminen oder Mineralstoffen (oder anderen Nährstoffen), damit gewährleistet ist, dass die Zuführung von Vitalstoffen auch passgenau erfolgt und eine mögliche Überdosierung ausgeschlossen werden kann.