Darm und Immunsystem

Erkrankungen des Immunsystems haben in der Naturheilpraxis eine recht große Bedeutung. Viele Patienten leiden z.B. an Infektanfälligkeit bzw. immer wiederkehrenden Erkältungen oder grippalen Infekten. Kinder leiden oft unter immer wiederkehrenden Mittelohrentzündungen, Bronchitis oder anderen Infekten der oberen Atemwege. 

 

 

 

Aber auch Patienten mit Allergien, Heuschnupfen oder anderen atopischen Erkrankungen wie Neurodermitis oder Asthma finden oft den Weg in die Praxis und erhoffen sich durch Naturheilverfahren Linderung oder Heilung ihrer Beschwerden. 

 

In den letzten Jahren haben auch die Autoimmunerkrankungen deutlich zugenommen, z.B. autoimmun bedingte Entzündungen der Schilddrüse wie Hashimoto oder M. Basedow, Rheuma, entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder M. Crohn, Schuppenflechte/Psoriasis usw. 

 

 

 

Der Darm beeinflusst mit seiner Bakterienflora zu einem wesentlichen Teil das menschliche Immunsystem. Man sagt gemeinhin, dass 80% des Immunsystems im Darm sitzen. Auf der Darmschleimhaut befinden sich zahlreiche Stämme von wichtigen Bakterienarten, z.B. Escherichia coli, Laktobazillen, Bifidobakterien, Enterokokken und viele mehr. Das Verhältnis der Bakterienstämme zueinander muss ausgewogen sein, damit unser Immunsystem einwandfrei funktionieren und uns vor Immunschwächen, Allergien, aber auch Autoimmunerkrankungen schützen kann. 

 

 

 

Bei vielen Menschen ist heute die Bakterienflora des Darms gestört, d.h. das Verhältnis der einzelnen Bakterienstämme zueinander verschiebt sich. Oft sind bestimmte Stämme zahlenmäßig stark vermindert oder erhöht. Dies kann zur Folge haben, dass sich pathogene (krankmachende) Bakterienstämme oder Pilze (z.B. Candida) ansiedeln und anschließend das Immunsystem irritieren. 

 

 

 

Das empfindliche Gleichgewicht der Darmflora kann gestört werden durch vielerlei Einflüsse. Den gravierendsten Schaden richten dabei vermutlich Medikamente an, allen voran die heute oft schon bei kleinen Infekten verschriebenen Antibiotika. Schon eine einmalige Antibiotikaeinnahme kann Störungen in der Darmflora nach sich ziehen. Aber auch andere Medikamente können hier ihre unerwünschten Folgen hinterlassen, z.B. Schmerzmittel oder der so genannte „Magenschutz“, die Protonenpumpenhemmer. 

 

 

 

Nicht nur Medikamente schädigen die Darmflora, auch Einflüsse durch Ernährung und Umwelt zählen dazu. So benötigen unsere Darmbakterien z.B. die Vitalstoffe, sekundären Pflanzenstoffe, Bitterstoffe und Faserstoffe aus dem Obst und Gemüse als „Futter“ bzw. Substrat. Wer wenig Obst und Gemüse verzehrt oder dieses zerkocht statt es roh zu verzehren, kann alleine hierdurch schon sein Darmmilieu verändern. Aber auch chemische Zusatzstoffe im Essen und Pestizide tragen dazu bei. Kaum ein Nahrungsmittel aus dem Supermarkt ist heute noch frei von chemischen Zusatzstoffen wie Konservierungsstoffen, Aromen, Farbstoffen, Bindemitteln, Verdickungsmitteln, Geschmacksverstärkern usw. Bei den Pestiziden hat in den letzten Jahren vor allem das Glyphosat von sich Reden gemacht, welches z.B. auch für das Bienensterben verantwortlich sein soll. Mittlerweile weiß man, dass dieses sehr schädlich auf die Darmschleimhaut auswirken kann. Aber auch andere Pestizide (Herbizide, Fungizide und Insektizide) wirken sich hier negativ aus. 

 

 

 

Gerät die Bakterienflora erst einmal aus ihrem natürlichen Gleichgewicht, kann das weitreichende Schädigungen der Darmschleimhaut nach sich ziehen, z.B. Veränderungen des pH-Werts, Ansiedelungen von pathogenen Keimen, Entzündungen der Darmschleimhaut, Leaky Gut-Syndrom (also durchlässige Darmschleimhaut) usw. In der Folge können dann die oben genannten Erkrankungen des Immunsystems entstehen oder zumindest begünstigt oder aufrechterhalten werden. 

 

 

 

Erfahrungsgemäß ist bei den meisten Patienten nicht nur die Darmflora aus dem Lot geraten, sondern es liegt auch eine latente Entzündung der Darmschleimhaut vor, die dann entsprechend mitbehandelt wird. Auch die Ansiedelung von pathogenen Keimen kommt häufig vor, z.B. mit Candida albicans oder einem anderen Pilz oder auch Clostridien, die z.B. gerne Blähungen verursachen. Oft ist aber auch die Verdauung selbst gestört, weil z.B. nicht genug Gallenflüssigkeit gebildet wird (wichtig für die Fettverdauung) oder die Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend Verdauungsenzyme bildet. Manchmal bildet der Magen auch zu wenig Magensäure, was sich dann negativ auf die Verdauung von Eiweißen auswirkt.

 

 

 

Daher wird in der Naturheilpraxis beim Auftreten einer Erkrankung, die dem Immunsystem zugeordnet werden kann, der Darm meistens mitbehandelt. 

 

 

 

In meiner Praxis führe ich zunächst eine ausführliche Anamnese mit dem Patienten durch, um schon einmal erste Anhaltspunkte auf die zu untersuchenden Parameter zu erhalten. Anschließend veranlasse ich bei einem Verdacht auf eine Mitbeteiligung des Darms eine individuell auf die Beschwerden des Patienten angepasste Untersuchung des Stuhls über ein externes Labor. Anschließend erarbeite ich einen individuellen Therapie- und Ernährungsplan. 

 

 

 

Wenn Sie einen Heilpraktiker suchen, der sich auf Darmsanierung spezialisiert hat, dann können Sie mich gerne ansprechen, auch wenn Sie nicht aus der Nähe von Langenfeld kommen. Ich bin gut mit Kollegen vernetzt und kenne deutschlandweit Heilpraktiker, die sich mit dem Thema Darm gut auskennen und hier auf dem neusten Fortbildungsstand sind. 

 

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