Ausleitungsverfahren

Mit Hilfe der klassischen Ausleitungsverfahren, die teilweise schon seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde angewendet werden, will man versuchen, "schlechte Säfte" aus dem Körper zu leiten, die nach Ansicht vieler Naturheilkundler eine Ursache für eine Erkrankung oder Schmerzzustände darstellen und ein Hindernis auf dem Weg zur Gesundung darstellen können. 

 

Schröpfen

Das Schröpfverfahren ist als altes Ausleitungsverfahren bekannt. Man unterscheidet das blutige und das unblutige/trockene Schröpfen sowie die Schröpfmassage. 
Für welches Verfahren sich der Therapeut entscheidet, hängt vom Befund beim Patienten und seinem energetischen Zustand ab. 
Die Schröpfköpfe sind aus Glas und werden unter Vakuumbildung auf therapeutisch wirksame Zonen der Haut aufgesetzt. Die Saugwirkung überträgt sich auf das unter der Haut liegende Gewebe und wirkt somit lokal. Darüber hinaus erstreckt sich die Wirkung über die oft unter den Schröpfzonen liegenden Nerven aber auch segmental auf die inneren Organe. 
Beim blutigen Schröpfen wird vor dem Aufsetzen des Schröpfglases die Haut angeritzt, so dass durch das Vakuum oberflächlich gestautes Blut aus dem Gewebe gezogen werden kann.

 

Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie ist ein altes Heilverfahren, welches aber lange Zeit nur wenig genutzt wurde. Erst in den letzten Jahren werden die positiven Eigenschaften des "Hirudo medicinalis", wie der Blutegel in der medizinischen Fachsprache heißt, wieder zum Einsatz gebracht. 
Die Blutegel werden mithilfe eines kleinen Schröpfgläschens auf die zu behandelnde Stelle aufgesetzt. Nach kurzer Zeit fängt der Egel an zu saugen. Der Patient spürt dabei fast nichts, lediglich ab und zu kann es zu einem leichten Ziehen oder Jucken kommen, was aber keineswegs als unangenehm zu bezeichnen ist. Der Blutegel saugt bei der Blutegeltherapie etwa 30 bis 60 Minuten. Am Ende des Saugens fällt er von alleine ab. Die Bissstellen bluten anschließend einige Stunden nach, was ein gewünschter Effekt ist. 
Nachdem Patienten anfangs oft gewisse Vorbehalte gegen den Egel hegen, werden diese von den meisten Patienten abgelegt, wenn sie sich ein wenig mit diesen Tieren beschäftigt haben. Oft entwickeln Patienten sogar eine Art Sympathie für die kleinen Therapiehelferchen. 
Für eine Blutegelbehandlung sollten Sie 2-3 Stunden Zeitaufwand einplanen.

 

Aderlass

Der Aderlass ist ein altes naturheilkundliches Ausleitungsverfahren, bei dem bis zu 250 ml venöses Blut entnommen wird. In meiner Praxis wende ich den Aderlass sehr häufig an und kombiniere ihn gerne mit Eigenblutbehandlungen, Infusionen und anderen Therapieverfahren.

 

Cantharidenpflaster

Das Cantharidenpflaster gehört zu den ab- und ausleitenden Heilverfahren, bei der ein mit dem Wirkstoff der Spanischen Fliege versehenes Pflaster auf die zu behandelnde Stelle aufgebracht wird. Dieses Pflaster wird anschließend für 8 bis 12 Stunden auf der Stelle belassen und bildet in dieser Zeit eine mit Lymphflüssigkeit gefüllte Blase.

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