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Vogelmiere

Heute möchte ich Ihnen ein essbares Wildkraut vorstellen, das trotz winterlicher Temperaturen derzeit zu finden ist – die Vogelmiere. Der lateinische Name der Vogelmiere lautet Stellaria media.

 

Von der Vogelmiere sind alle Pflanzenteile essbar. Sie wächst flächenartig in Gärten, auf Wiesen oder an Wegrändern. Die Pflanze ist sehr zart, aber dennoch robust. Ihre Stängel sind weich und rund sowie mit Härchen versetzt (Haarlinie). Die Blättchen sind klein, oval und spitz zulaufend. Die Vogelmiere blüht weiß. Die Blüten sind sehr klein und unscheinbar. Die Vogelmiere gehört zu den einjährigen Pflanzen.

 

Geschmacklich erinnert sie ein wenig an Feldsalat. Sie ist nicht bitter, sondern eher mild im Geschmack und eignet sich daher gut für Wildkräuter-Anfänger und Kinder. Sie kann roh dem Salat oder Smoothie beigefügt werden, schmeckt aber auch unterwegs mit einem Apfel oder einer Mandarine zusammen. Es gibt auch Menschen, die die Vogelmiere gekocht verzehren, wozu ich aber eher nicht raten möchte, da dann die wertvollen Inhaltsstoffe zerstört bzw. reduziert werden.

 

Die Vogelmiere enthält neben Vitaminen den A, B und C viele wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente  wie Eisen, Magnesium, Kalium, Calcium, Selen, Kieselsäure und Zink.  Wie in allen essbaren Wildkräutern ist aber auch die Vogelmiere reich an sekundären Pflanzenstoffen wie z.B. Flavonoiden, ätherischen Ölen, Saponinen, Cumarinen und Schleimstoffen. Dadurch hat die Vogelmiere zahlreiche positive Eigenschaften für die Gesundheit.

 

Wenn man die Pflanze einmal kennengelernt hat, gibt es eigentlich nicht mehr viele Verwechslungsmöglichkeiten mit anderen Pflanzen. Dennoch empfehle ich Ihnen, nie ausschließlich nach Bildern bei der Suche vorzugehen, sondern so lange erfahrene Wildpflanzenkenner zu fragen bis Sie die Pflanze wirklich eindeutig identifizieren können. Verwechslungsgefahr besteht bei der Vogelmiere dennoch eigentlich nur mit dem leicht giftigen Ackergauchheil (Anagallis arvensis), der allerdings orangefarben blüht und dem die Haarlinie fehlt.

 

Wenn Sie gerne mehr essbare Wildpflanzen kennenlernen möchten, sprechen Sie mich gerne an. Ich biete in der Regel viermal im Jahr Wildpflanzenspaziergänge an, auf denen man jeweils etwa 30 bis 40 Pflänzchen kennenlernen kann. Wir probieren alle diese Pflanzen und ich erläutere Ihnen die Erkennungsmerkmale sowie die typischen Standorte. Da die Pflanzen sich über das Jahr in der Größe, dem Aussehen, dem Blütenstand und auch im Geschmack verändern, empfehle ich die Teilnahme an Wildkräuterwanderungen in allen vier Jahreszeiten. So lernen sie die Pflanzen in ihren unterschiedlichen Entwicklungsstadien kennen und werden mit der Zeit sicherer in der Bestimmung.

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