Knoblauchrauke

Eine der leckersten Wildpflanzen im Frühjahr ist für mich die Knoblauchrauke (Alliaria petiolata). Sie verdankt ihren Namen dem unnachahmlichen Geschmack nach Knoblauch. Gleichzeitig schmeckt die Knoblauchrauke aber auch leicht bitter.

 

Die Knoblauchrauke gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und ist eine zweijährige Pflanze und wird etwa 50 cm groß. Sie wächst an Wegrändern, in Gärten und im Wald, gerne im Halbschatten und in der Nähe von Bächen auf nährstoffreichen Böden. Die Blätter der Knoblauchrauke sind dreieckig oder rund und gezackt an den Rändern. Die Blattform ähnelt der Brennnessel oder dem Gundermann. Beim Zerreiben der Blätter kann man den Knoblauchduft vernehmen. Ab April bekommt die Pflanze weiße, traubenförmige Blüten. Zur Fruchtreife werden kleine Schoten ausgebildet, in denen sich die Samen befinden.

 

Von der Pflanze sind die Blätter, die Blüten und im jungen Stadium auch die Schoten essbar. Wenn die Schoten vertrocknet sind, kann man sie auch leicht öffnen und die innenliegenden Samen essen, die ebenfalls sehr schmackhaft sind und über eine gewisse Schärfe verfügen. Auch die Wurzeln der Knoblauchrauke können gegessen werden. Die Pflanzenteile schmecken im zeitigen Frühjahr am besten, können aber den ganzen Sommer über verzehrt werden.

 

Wie immer, empfehle ich den Verzehr von Wildpflanzen in roher Form, damit die wertvollen Inhaltsstoffe und das Aroma nicht zerstört werden. Sie schmeckt pur oder im Salat, man kann sie aber auch aufs Brot streuen, sie im Smoothie verarbeiten oder als Presssaft oder Tee genießen.

 

Knoblauchrauke enthält neben vielen Mineralstoffen und Vitaminen vor allem Bitterstoffe, Senfölglykoside, Saponine und ätherische Öle.

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