Der weibliche Zyklus

Die Veränderungen im weiblichen Zyklus werden durch die Hormone der Eierstöcke verursacht. Dabei werden in periodischen Abständen optimale Bedingungen in der Gebärmutter (Uterus) geschaffen, damit sich ein befruchtetes Ei einnisten kann.

 

Jeden Monat zur Mitte des Zyklus reift eine Eizelle heran. Beim Eisprung (Ovulation), der zwischen dem 9. und 16. Tag stattfindet, wird dieses freigesetzt. Die Gebärmutterschleimhaut hat sich verdickt und ist zu dem Zeitpunkt besonders gut durchblutet. Findet nun eine Befruchtung der Eizelle statt, kann sich das befruchtete Ei in der Schleimhaut gut einnisten. Findet keine Befruchtung statt, wird die neu gebildete Gebärmutterschleimhaut wieder abgestoßen und es kommt zur Regelblutung.

 

Der Menstruationszyklus besteht aus mehreren Phasen und beginnt mit der Monatsblutung (Desquamationsphase). Dabei wird die zuvor aufgebaute Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) abgestoßen. Die Desquamationsphase dauert 1-4 Tage. Anschließend schließt sich die Proliferationsphase (5.-14. Tag) an, in der sich eine neue Endometriumschicht aufbaut.

Die erste Zyklushälfte wird auch Follikelphase genannt und bezeichnet die Zeit zwischen dem Beginn der Menstruation und  dem Eisprung. Neben der Abstoßung der alten Schleimhaut und dem Aufbau der neuen reifen in den Eierstöcken Eibläschen (Follikel) heran, die jeweils eine Eizelle enthalten. Beim Eisprung wird aber nur eine Eizelle freigesetzt. Der Eisprung wird von manchen Frauen als leichter Unterbauchschmerz wahrgenommen. Frauen, die NFP praktizieren (Natürliche Familienplanung), kennen ihren Zyklus oft so gut, dass sie den Eisprung auch anhand des abgehenden Zervixschleims wahrnehmen können. Zudem steigt die Körpertemperatur der Frau an.

 

Die zweite Zyklushälfte nennt man auch Lutealphase (Gelbkörperphase). Sie umfasst den Zeitraum zwischen Eisprung (also etwa dem 15. Zyklustag) und dem Beginn der nächsten Menstruationsblutung. Der Follikel, der die Eizelle freigegeben hat, wandelt sich in den Gelbkörper um, der Progesteron zur Vorbereitung des Endometriums auf die Einistung der Eizelle ausschüttet.

 

Die Zykluslänge bei Frauen im gebärfähigen Alter liegt zwischen 25 und 35 Tagen, bei den meisten Frauen beträgt sie 28 Tage.

 

Die Wechseljahre (Klimakterium) beginnen zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. Dies bedeutet, dass der Zyklus immer unregelmäßiger wird und Blutungen von der Stärke und der Regelmäßigkeit her schwanken können.

 

Der weibliche Zyklus wird bestimmt vom Zusammenspiel der Hormone LH (luteinisierendes Hormon), FSH (follikelstimmulierendes Hormon), Östrogen und Progesteron. Vereinfach gesagt steigen LH und FSH vor dem Eisprung stark an. Das Östrogen wird in der ersten Zyklushälfte vermehrt ausgeschüttet und fällt in der zweiten ab, beim Progesteron ist es umgekehrt.

 

Die weiblichen Geschlechtshormone können im Blut und zum Teil im Speichel untersucht werden. Der Hormonspeicheltest bildet dabei das Bild der freien und aktiven Hormone wieder, also die momentane Hormonaktivität. Im Blut sind die Hormone zum Teil an Transporteiweiße gebunden. Hier erhält man eher eine Möglichkeit, den Reservepool der Hormone zu beurteilen, aus dem sich die freien Hormone generieren. Wichtig ist bei beiden Untersuchungsarten der Zeitpunkt während des Zyklus (bei regelmäßigem Zyklus zwischen dem 20. und 22. Zyklustag).

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