Die Behandlung der Östrogendominanz in der Naturheilpraxis

Um eine Östrogendominanz erfolgreich zu behandeln, müssen viele Punkte beachtet werden. Zunächst ist es wichtig, die Gründe für das ungünstige Östrogen-Progesteron-Verhältnis zu finden, was individuell verschieden ist. Bei vielen Frauen ist der Hormonhaushalt durch die Einnahme der Pille oder anderer hormoneller Verhütungsmittel oder auch unter einer Hormonersatztherapie durcheinander geraten. Daher wird in der Anamnese sorgfältig nach hormoneller Verhütung und Medikamenten gefragt.

 

Auch chronischer Stress spielt eine mögliche Rolle. Progesteron stellt ein Vorläuferhormon des Cortisols dar und kann in dieses umgebaut werden, so dass es nicht mehr ausreichend als Gegenspieler für das Östrogen zur Verfügung steht und das Östrogen-Progesteron-Verhältnis deshalb aus dem Lot gerät.

 

Desweiteren spielt die Gesundheit von Darm und Leber eine große Rolle bei der Wiederherstellung eines hormonellen Gleichgewichts. So reguliert das Mikrobiom des Darms z.B. die Aromataseaktivität. Die Aromatase ist ein Enzym, das Östrogen aus Androgenen aufbaut und bei einer gestörten Darmflora u.U. zuviel Östrogen produziert. Nicht zuletzt ist der Darm aber auch unser wichtigstes Organ für die Aufnahme von Vitalstoffen, die für die Bildung aller Stoffwechselprodukte in unserem Körper wichtig sind. Steht der Verdacht im Raum, dass der Darm an der Östrogendominanz beteiligt sein könnte, wird zunächst über die Anamnese und später möglicherweise über eine genaue Stuhluntersuchung eruiert, wo genau das Problem liegen könnte.

In der Leber werden die Östrogene abgebaut, daher sollte auch sie gut funktionieren.

 

Über die Ernährung nehmen wir häufig zu viele Xenoöstrogene auf, also Fremdstoffe mit hormonähnlicher Wirkung, z.B. Hormone im Fleisch und in Milchprodukten, Konservierungsmittel, Phtalate/Weichmacher, BPA, Teflon usw.

Daher ist auch die genaue Abfrage von Nahrungsgewohnheiten und eine eventuelle Änderung (ggf. Gewichtsabnahme, Rauchen, Alkohol) ein wichtiges Standbein in der Therapie. Liegen hier Missstände vor, wird jede andere Therapie nicht im gewünschten Maße greifen. Xenoöstrogene befinden sich aber nicht nur in unserer Nahrung, sondern auch in vielen Baumaterialien, z.B. Lacken oder Wandfarben.

 

Auch eine gute Versorgung mit Vitalstoffen ist wichtig, z.B. für den Abbau des Östrogens. Hier spielen z.B. die B-Vitamine eine wichtige Rolle, aber auch Vitamin C und E, Selen und Magnesium.

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