Vitamin C

In der Praxis arbeite ich sehr viel mit Vitamin C, meistens in Form von Hochdosis-Infusionen.

 

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich im Rahmen meiner Internetpräsenz und Artikel aus rechtlichen Gründen keine Angaben über die Wirksamkeit der einzelnen Therapieformen bei konkreten Krankheiten machen darf. Ich verzichte daher in diesem Artikel auf die Nennung der Krankheitsbilder, bei denen Vitamin C in therapeutisch hohen Dosen verabreicht werden kann und wirksam ist. Im persönlichen Gespräch kann und werde ich Ihnen die Indikationen natürlich gerne nennen.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Aufnahme von etwa 100 mg Vitamin C, abhängig vom Alter und Geschlecht des Menschen. Diese Tagesdosis ist meiner Meinung nach schon für gesunde Menschen viel zu niedrig angesetzt, erst recht aber bei akuten oder chronischen Erkrankungen, bei denen der Bedarf an Vitamin C deutlich erhöht ist.

 

Bei einer Vitamin C-Hochdosis-Infusion wird Vitamin C im Grammbereich eingesetzt, z.B. 7,5 oder 15 g Vitamin C pro Infusion oder noch mehr bei sehr schweren Erkrankungen. Diese werden dann wöchentlich oder zweimal wöchentlich verabreicht, je nach Krankheitsbild.

 

Oft werde ich gefragt, ob denn überschüssiges Vitamin C nicht sowieso von der Niere wieder ausgeschieden wird und daher eine Hochdosis-Infusion nicht vielleicht überflüssig ist. Eine andere Frage ist, ob Vitamin C nicht auch oral eingenommen werden könnte. Das ist natürlich in vielen Fällen sinnvoll und ausreichend, aber wenn der Bedarf sehr hoch ist, kommt man mit der oralen Einnahme manchmal nicht auf die Mengen, die man mit einer Infusion zuführen kann. Zudem wird oral eingenommenes Vitamin C in manchen Fällen nicht gut resorbiert und es geht zuviel wieder verloren, z.B. wenn man Probleme mit dem Darm bzw. der Darmschleimhaut hat. Der Vorteil einer Infusion ist, dass der Wirkstoff direkt ins Blut gelangt und von dort aus schnell die Zellen erreicht.

 

Vitamin C ist an über 150 Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt, das macht es so wichtig und unentbehrlich. Der Körper kann es, anders als bei vielen Tieren, nicht selber herstellen, so dass wir Menschen auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen sind. Ob der Vitamin- und Mineralstoffgehalt der Lebensmittel im Vergleich zu früheren Jahren tatsächlich gesunken ist, wie es oft behauptet wird, ist umstritten. Fest steht allerdings, dass lange Transport- und Lagerungszeiten sowie die Konservierung und Zubereitung der Nahrung einen Großteil der darin enthaltenen Vitamine zerstört.

 

Viele Menschen nehmen darüber hinaus zu wenig Obst und Gemüse zu sich um ausreichend mit Vitamin C versorgt zu sein. Durch Stress, Allergien, Krankheiten, Rauchen, die Einnahme von Medikamenten, Ängste und viele andere körperliche und seelische Belastungen kann sich der Bedarf jedoch auf mehr als 10 g täglich erhöhen. Dieser Bedarf kann selbst durch eine optimale Ernährung nicht mehr gedeckt werden.

 

Um auch dann eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten, ist die Vitamin-C-Hochdosistherapie eine bewährte und effektive Methode, die ich in der Praxis häufig mit anderen Therapien kombiniere.

 

Die wichtigsten Eigenschaften von Vitamin C im Körper sind:

 

Vitamin C…

∙ ist ein wichtiges Antioxidans und wirkt damit oxidativem Stress entgegen

∙ hat eine entzündungshemmende Wirkung

∙ wird für die Bildung von Neurotransmittern(Serotonin, Dopamin, Noradrenalin, Endorphine) und Cortisol benötigt

∙ kann die Vermehrung von Bakterien, Viren und Pilzen hemmen und hilft bei der Immunabwehr

∙ hat eine Wirkung auf die Blutfette Cholesterin und Triglyceride

∙ hilft bei Aufnahme von Eisen und Folsäure

∙ ist unentbehrlich für die Entgiftung/Ausleitung von Giften sowie die Wundheilung

∙ hat eine Wirkung auf die Histaminausschüttung im Körper

∙ wird benötigt für die Kollagensynthese

usw.

 

Es gibt nur wenige Kontraindikationen, bei denen Vitamin C in hohen Dosierungen nicht angewendet werden sollte, dazu gehören z.B. die Hämochromatose/Eisenspeicherkrankheit oder ein Mangel an dem Enzym G6PD/Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase.

 

Zudem verträgt sich Vitamin C nicht mit der Einnahme von manchen Medikamenten, z.B. Marcumar oder Fluphenazin. Auch bei einer Therapie mit Zytostatika gelten einige Besonderheiten.

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